Ein Rückblick von Maren

Als Einstieg in das gemeinsame RYL! Wochenende ging es für uns in die Boulderhalle. Diese Aktion war die erste Chance, dass sich Mentees und Mentoren gegenseitig kennenlernen und zusammen Spaß haben konnten. Wir waren eine sehr gemischte Truppe mit Schülern aus der 8ten Klasse, einer Jugendgruppe von Weitblick, den Mentoren und dem RYL! Orgateam. Nach einer kurzen Einführung, wie man sich zu verhalten hat, haben wir uns in kleinere Gruppen zusammengetan und uns verschiedene Tracks/Routen gesucht, sodass jeder die Chance hatte sich ausprobieren. Schon von Anfang an ist ein Gruppengefühl entstanden und es wurde sich tatkräftig unterstützt. Das Bouldern wird genau dann erfolgreich, wenn man sich gegenseitig unterstützt, die richtigen Tritte zu finden und man zusammen die kleinen Erfolge feiern kann. Zum Abschluss wurde für alle Pizza bestellt und wir konnten uns nochmal zusammensetzen und das Essen genießen.

Der offizielle Start des ersten Trainings fand am Samstag statt. Der Tag war dafür da, sich unter den Mentoren besser kennenzulernen und uns Mentoren Zuversicht für das kommende Jahr zu geben. Das große Ziel lautete: Unsicherheiten zu klären und zu beseitigen und uns Kraft zu geben.

Zum Kennenlernen der Mentoren, war unsere erste Aufgabe uns gegenseitig zu malen. Dafür standen wir uns eins zu eins gegenüber und sollten unser Gegenüber, ohne den Stift abzusetzen malen. Dabei sind echt verrückte Bilder entstanden, anhand derer wir uns dann vorstellen sollten. Wir sind den ganzen Tag verschiedenste Methoden durchlaufen, die zum einen witzig waren und zum anderen uns als Gruppe zusammengebracht haben und wir zusammen Spaß hatten. Ein weiterer Bestandteil war es, das aktive Zuhören zu üben und sich somit voll und ganz auf die andere Person ein zulassen. Diese Übung hat uns allen die Augen geöffnet und uns verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich auf das Zuhören zu konzentrieren und sich selbst zurückzunehmen. Nach der Mittagspause ging es daran eine Mentoren- oder Mentee-geschichte aus dem eigenen Leben aufzuschreiben und zu teilen. Dabei ist uns allen bewusst geworden, wie oft wir selber in ähnliche Situationen gekommen sind und wie hilfreich es war. Es war sehr schön, die Geschichten von den anderen zu hören. Insgesamt haben wir an diesem Tag viel gelernt, gelacht und Sicherheit gewonnen, sodass wir gut in den nächsten Tag starten konnten.

Im Zentrum des zweiten Tages stand unser Matching von Mentoren und Mentees, sodass wir direkt am Sonntag mit dem Speeddating gestartet haben. Dabei saßen wir Mentoren und Mentees uns im Kreis gegenüber und hatten ca. 3 Minuten Zeit, um uns kurz kennenzulernen. Für den Start hatten wir Mentoren einen Umschlag mit verschiedenen Fragen als Grundlage, um die Mentees in der kurzen Zeit bestmöglich kennenzulernen. Die Zeit verging schnell, sodass ich mir vorstellen kann, wie schwer die Entscheidung für die Mentees gewesen sein musste. Darauf wurde die Auswahl der Mentees von Luis und Lena ausgewertet und verkündet, sodass anschließend die Mentoring-paare feststanden.

Anschließend ging es erst einmal um ein besseres Kennenlernen der Paare. Eine der Aufgaben war es, dass sich unsere Mentees an eine Situation erinnern sollten, in der sie selber Mentee oder Mentor waren. Anhand dieser Geschichte sollten wir Punkte aufschreiben, die das Mentoring ausmachen. Darauffolgend haben sich die Mentees und Mentoren separat zusammengesetzt, um gemeinsam Punkte zu sammeln, die für uns „NoGos“ wären und jemanden zu einem schlechten Mentor/Mentee machen würden. Dies hat uns gleichzeitig dabei geholfen direkt unsere Wünsche zu äußern.

Das letzte Thema des Tages war die Klärung unserer gemeinsamen Ziele und die Festlegung der nächsten 5 Termine. Mein Mentee und ich haben uns zum Beispiel für ein Kaffee bei Balzac, zusammen kochen und backen, ins Kino oder auch ins Phäno gehen verabredet. Das RYL! Trainingsbuch haben wir uns dafür als Grundlage genommen und gleichzeitig unsere gemeinsamen Ziele aufgeschrieben. Zu unseren Zielen gehören z. B. etwas Neues lernen oder das Thema Berufsorientierung gemeinsam anzugehen. Da die Gruppe dieses Jahr sehr gemischt ist, sehen die Ziele bei jedem Paar sehr unterschiedlich aus. Für manche geht es um den Schulwechsel und für andere um dem Weg nach der Schule (z. B. Studium oder Ausbildung). Jedes Paar hat sich somit individuell seine Ziele gesetzt, welche sie zusammen erreichen wollen.

Dieser Tag war der Startschuss für unsere Mentee- Mentor- Beziehung und hat uns allen ein gutes Gefühl gegeben, da die Stimmung schon von Anfang an locker und spaßig war.